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Bitcoin Steuern

Bitcoin AHV-pflichtig Schweiz 2026 Regeln

Veröffentlicht am June 3, 20267 Min. Lesezeit
MH
Geschrieben von Mohamed Habbat · Autor

In diesem Artikel

  • TL;DR
  • AHV/IV/EO Grundsätze 2026
  • Lohn in Bitcoin
  • Mining-Einkommen Klassifizierung
  • Staking-Belohnungen Klassifizierung
  • Selbstständig Beitrags-Skala
  • AHV-Timing für Selbstständige
  • Beispiele
  • PO mit CHF 100 000 Jahreslohn in Bitcoin
  • Vollzeit-Miner mit CHF 80 000 Jahresumsatz
  • Was noch offen ist
In diesem Artikel
  • TL;DR
  • AHV/IV/EO Grundsätze 2026
  • Lohn in Bitcoin
  • Mining-Einkommen Klassifizierung
  • Staking-Belohnungen Klassifizierung
  • Selbstständig Beitrags-Skala
  • AHV-Timing für Selbstständige
  • Beispiele
  • PO mit CHF 100 000 Jahreslohn in Bitcoin
  • Vollzeit-Miner mit CHF 80 000 Jahresumsatz
  • Was noch offen ist

Ich arbeite im Bereich der Krypto-Selbstverwahrung. Die häufigste Frage von Schweizer Lesern: Ist mein Bitcoin-Einkommen AHV-pflichtig? Die Antwort hängt davon ab, wie die Ausgleichskasse das Einkommen einstuft, nicht von der Auszahlungsform.

Dies ist Bildung, keine Finanz- oder Sozialversicherungsberatung.

TL;DR

Vier Szenarien, vier Ausgangspunkte:

  • Lohn in Bitcoin: AHV/IV/EO-pflichtig auf den CHF-Wert am Zahlungstag per AHVG Art. 5. Der Arbeitgeber rechnet ab wie bei einem CHF-Lohn.
  • Mining gewerbsmässig: Nettogewinn unterliegt AHV/IV/EO-Beiträgen als selbstständiges Erwerbseinkommen nach AHV-Merkblatt 2.02. Die Klassifizierung bleibt in Grenzfällen offen.
  • Staking gewerbsmässig: Kein öffentliches Merkblatt, kein veröffentlichtes Kreisschreiben. Im Zweifel bei der kantonalen Ausgleichskasse anfragen. FLAGGE: diese Position ist für 2026 nicht durch ein öffentlich zugängliches Ruling abschliessend bestätigt.
  • Selbstständig mit Bitcoin-Einkommen: Degressiver AHV-Satz nach AHV-Merkblatt 2.02, Mindestbeitrag CHF 530, voller Satz ab CHF 60 500 Nettoeinkommen.

AHV/IV/EO Grundsätze 2026

AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung), IV (Invalidenversicherung) und EO (Erwerbsersatzordnung) bilden zusammen die erste Säule der Schweizer Sozialversicherung.

Der kombinierte Beitragssatz AHV/IV/EO beträgt 2026 10,6 % auf dem massgebenden Lohn oder Erwerbseinkommen. Die Zahl setzt sich zusammen aus:

  • AHV: 8,7 %
  • IV: 1,4 %
  • EO: 0,5 %

Rechtsgrundlage: AHVG SR 831.10 Art. 5 (massgebender Lohn), AHVG Art. 8 (massgebendes Erwerbseinkommen Selbstständige), AHVG Art. 13 (Arbeitnehmerbeitrag 5,3 %), AHVG Art. 12 (Arbeitgeberbeitrag, ebenfalls 5,3 % paritätisch). Hinzu kommt der ALV-Beitrag (0,5 % je Seite), separat nach AVIG erhoben.

Für Arbeitnehmer zieht der Arbeitgeber 5,3 % AHV/IV/EO vom Bruttolohn ab und schuldet selbst nochmals 5,3 %. Der Arbeitnehmer trägt wirtschaftlich die Hälfte des Gesamtbeitrags.

Für Selbstständige gilt derselbe Gesamtsatz von 10,6 %, aber sie schulden ihn allein. Ohne Arbeitgeberseite zahlst du als Selbstständiger spürbar mehr in die AHV als ein Angestellter mit gleichem Bruttoeinkommen.

Sätze laut ahv-iv.ch Merkblatt 2.01 und AHVG Art. 5.


Lohn in Bitcoin

Ein Arbeitgeber darf Lohn in Bitcoin auszahlen, wenn beide Seiten das vertraglich vereinbaren. Die AHV-Pflicht bleibt bestehen und bemisst sich am CHF-Gegenwert des Bitcoins am Zahlungstag.

AHVG Art. 5 definiert den massgebenden Lohn als Entgelt für die Tätigkeit. Naturallöhne einschliesslich Kryptowährungszahlungen zählen zum Verkehrswert dazu. Massgebend ist der CHF-Marktpreis am Tag der Auszahlung, nicht der Wert am Tag des Vertragsabschlusses oder am Monatsende.

Was der Arbeitgeber konkret tun muss:

  1. Den BTC-Betrag am Zahlungstag in CHF bewerten (repräsentativer Marktpreis, z.B. Börsendurchschnitt).
  2. Den Arbeitnehmerbeitrag (5,3 % AHV/IV/EO) vom massgebenden Lohn einbehalten und an die Ausgleichskasse überweisen.
  3. Den Arbeitgeberbeitrag (ebenfalls 5,3 % AHV/IV/EO) zusätzlich schulden.
  4. Die AHV-Abrechnung wie bei einem CHF-Lohn mit der kantonalen Ausgleichskasse abwickeln.

Aus MwSt-Sicht ist die Bitcoin-Zahlung kein steuerbarer Umsatz, wie in ESTV MWST-Praxis-Info 04 festgehalten. Für die AHV spielt das keine Rolle. Die Lohnpflicht bleibt davon unberührt. Mehr zur MwSt-Seite im Beitrag zu Bitcoin Mehrwertsteuer Schweiz.


Mining-Einkommen Klassifizierung

Bitcoin-Mining lässt sich steuerlich und AHV-rechtlich auf zwei Arten einstufen: als selbstständige Erwerbstätigkeit oder als private Gelegenheitstätigkeit.

Die Kriterien für eine gewerbsmässige Einstufung laut AHV-Merkblatt 2.02:

  • Regelmässigkeit und Planmässigkeit der Tätigkeit
  • Einsatz erheblicher eigener Mittel (Infrastruktur, Strom, Hardware)
  • Gewinnerzielungsabsicht
  • Teilnahme am wirtschaftlichen Verkehr nach aussen

Ein Vollzeit-Miner mit dedizierter Hardware und Mining als primärer Einkommensquelle wird die Ausgleichskasse als selbstständig erwerbend einstufen. Dann gilt:

  • Der Netto-Mining-Gewinn (Einnahmen minus anerkannte Betriebskosten) ist das massgebende Erwerbseinkommen.
  • AHV/IV/EO-Beiträge nach der degressiven Skala für Selbstständige nach AHV-Merkblatt 2.02 sind geschuldet.
  • Der jährliche Mindestbeitrag beträgt CHF 530.
  • Der volle Satz von 10,6 % gilt ab einem Nettoeinkommen von CHF 60 500.

Offene Frage: Der Heim-Miner mit einem einzelnen GPU-System bewegt sich in einer Grauzone. Das AHV-Merkblatt 2.02 nennt keinen Bitcoin-spezifischen Schwellenwert. Hol dir bei unklarer Lage eine schriftliche Auskunft bei der kantonalen Ausgleichskasse. Mehr zur steuerlichen Seite des Minings im Beitrag zu Bitcoin Heim Mining 2026.


Staking-Belohnungen Klassifizierung

FLAGGE: Die AHV-rechtliche Behandlung von Staking-Belohnungen ist für 2026 nicht durch ein öffentlich zugängliches Merkblatt oder Kreisschreiben der Ausgleichskassen abschliessend geregelt. Ein ESTV-Ruling zur einkommenssteuerlichen Behandlung von Staking existiert in der Praxis, ist aber nicht vollständig öffentlich zugänglich und betrifft primär die Einkommenssteuer, nicht die AHV-Pflicht.

Was mit hinreichender Sicherheit gilt:

  • Qualifiziert Staking als selbstständige Erwerbstätigkeit, fallen AHV/IV/EO-Beiträge nach der Selbstständigen-Skala an.
  • Stuft die Ausgleichskasse Staking als passives Kapitaleinkommen ein, fällt keine AHV-Pflicht an. Kapitaleinkommen aus Vermögen löst per se keine AHV-Beiträge aus.
  • Aktivitätsgrad, Infrastruktureinsatz und wirtschaftliche Bedeutung entscheiden über die Klassifizierung.

Die kantonale Ausgleichskasse erteilt die verbindliche Einschätzung. Eine schriftliche Anfrage vor der Deklaration empfiehlt sich.


Selbstständig Beitrags-Skala

Selbstständigerwerbende zahlen AHV/IV/EO nach einer degressiven Skala. AHV-Merkblatt 2.02 dokumentiert sie. Die Kernpunkte:

NettoeinkommenAHV/IV/EO-Beitragssatz
Unter CHF 9 800Mindestbeitrag CHF 530 pro Jahr (degressive Skala greift)
CHF 9 800 bis CHF 60 500Degressive Skala (sinkend von vollem Satz)
Ab CHF 60 50010,6 % (voller kombinierter Satz)
Jährlicher MindestbeitragCHF 530

Der Mindestbeitrag von CHF 530 fällt für alle als selbstständig erwerbend Registrierten an, auch bei tiefem Nettoeinkommen. Er wird fällig, sobald die Selbstständigkeit angemeldet ist.

Der volle Satz von 10,6 % ab CHF 60 500 und der Mindestbeitrag von CHF 530 sind per AHV-Merkblatt 2.02 und AHVG Art. 8 belegt. Die genauen Zwischenstufen der degressiven Skala stehen tabellarisch im Merkblatt 2.02; für aktuelle Werte ist das Merkblatt direkt auf ahv-iv.ch massgebend.


AHV-Timing für Selbstständige

AHVG Art. 14 regelt die Fälligkeit der Beiträge. Selbstständigerwerbende zahlen nicht monatlich über den Arbeitgeber, sondern nach folgendem Ablauf:

  1. Provisorische Akontozahlungen während des laufenden Jahres, basierend auf dem Vorjahreseinkommen. Die Ausgleichskasse legt die Ratenhöhe fest.
  2. Definitives Einkommen meldet das kantonale Steueramt nach der Veranlagung an die Ausgleichskasse.
  3. Schlussabrechnung: Die Ausgleichskasse stellt nach der definitiven Veranlagung eine Differenzrechnung aus. Wer zu viel bezahlt hat, erhält eine Rückerstattung. Wer zu wenig bezahlt hat, schuldet den Differenzbetrag zuzüglich Verzugszins.

Für Bitcoin-Selbstständige mit schwankendem Einkommen drohen hohe Nachzahlungen, wenn ein Jahr mit tiefen Preisen einem Jahr mit hohen Preisen folgt. Melde wesentliche Einkommensveränderungen proaktiv an die Ausgleichskasse, damit sie die Akontozahlungen anpasst und du nicht in eine Liquiditätsfalle läufst.


Beispiele

PO mit CHF 100 000 Jahreslohn in Bitcoin

Ein Product Owner bezieht 2026 einen vertraglich festgelegten Jahreslohn von CHF 100 000, monatlich in Bitcoin ausgezahlt. Der Arbeitgeber ermittelt an jedem Lohnzahlungstag den BTC/CHF-Kurs und überweist den entsprechenden BTC-Betrag.

AHV-Berechnung:

  • Massgebender Lohn: CHF 100 000 (CHF-Wert am jeweiligen Zahlungstag, über das Jahr summiert)
  • Arbeitnehmerbeitrag AHV/IV/EO: 5,3 % = CHF 5 300
  • Arbeitgeberbeitrag AHV/IV/EO: 5,3 % = CHF 5 300
  • Gesamtbeitrag AHV/IV/EO: CHF 10 600
  • Zusätzlich ALV-Beitrag je 0,5 % = CHF 500 je Seite

Der Arbeitnehmer erhält netto (vor Einkommenssteuer) seinen Bitcoin-Lohn abzüglich des einbehaltenen Arbeitnehmeranteils. Die Lohnabrechnung läuft identisch zu einem CHF-Lohn. Das Zahlungsmittel ist AHV-rechtlich irrelevant.

Für die Einkommenssteuer auf den Bitcoin-Lohn und die Frage der Kapitalgewinnsteuer auf allfällige Kursgewinne beim späteren Verkauf siehe den Beitrag zu Bitcoin Steuern Schweiz.

Vollzeit-Miner mit CHF 80 000 Jahresumsatz

Ein Miner betreibt 2026 eine Mining-Farm mit erheblicher Hardware-Infrastruktur und erzielt einen Jahresumsatz von CHF 80 000 aus Mining-Erträgen. Nach Abzug anerkannter Betriebskosten (Strom, Hardware-Abschreibungen, Hosting) verbleibt ein Nettogewinn von CHF 55 000.

AHV-Berechnung (Nettoeinkommen CHF 55 000, degressive Skala nach Merkblatt 2.02):

  • CHF 55 000 liegt unter der Schwelle von CHF 60 500. Es greift ein reduzierter Satz nach der degressiven Skala. Den exakten Satz für diesen Einkommensbereich liefert die aktuelle Tabelle in AHV-Merkblatt 2.02.
  • Der Mindestbeitrag von CHF 530 ist immer fällig.
  • Provisorische Akontozahlungen an die kantonale Ausgleichskasse während des laufenden Jahres; Schlussabrechnung nach Steuerveranlagung.

Im Folgejahr mit CHF 70 000 Nettogewinn greift der volle Satz von 10,6 %, also CHF 7 420 AHV/IV/EO. Diese Sprünge sind für die Liquiditätsplanung relevant.

Mehr zur Vollkosten-Betrachtung und zum steuerlichen Profil eines Schweizer Bitcoin-Miners im Beitrag zu Bitcoin Heim Mining 2026. Für den Aufbau einer kostengünstigen Bitcoin-Sparstrategie ergänzt der Bitcoin Sparplan Schweiz das Bild.


Was noch offen ist

Für Standardfälle ist die AHV-Behandlung von Bitcoin-Einkommen klar: Lohn und eindeutig gewerbsmässiges selbstständiges Einkommen. Für Staking, passives Mining und Hybridmodelle fehlt 2026 eine abschliessende öffentliche Verlautbarung der Ausgleichskassen.

Das Schweizer Sozialversicherungsrecht kennt keine Bitcoin-spezifische Ausnahmeregelung. Massgebend bleibt die wirtschaftliche Natur des Einkommens. Wer in einem Grenzfall tätig ist, holt sich schriftlich Klarheit bei der kantonalen Ausgleichskasse, bevor er deklariert oder nicht deklariert.


Disclaimer: Dies ist Bildung, keine Finanz- oder Sozialversicherungsberatung. Die AHV-Klassifizierung von Krypto-Einkommen ist im Detail für Staking- und Mining-Fälle ungelöst. Konsultiere einen zugelassenen Schweizer Steuerberater oder Treuhänder + deine kantonale Ausgleichskasse vor der Deklaration von Bitcoin-Einkommen an die AHV.

Vermögenssteuer schätzen: Der Zürcher Bitcoin-Steuerratgeber mit Rechner macht aus deinem Bestand die CHF-Zahl für die Steuererklärung.

Häufig gestellte Fragen

Ist Bitcoin-Lohn in der Schweiz AHV-pflichtig?+
Ja. Lohn, der in Bitcoin ausgezahlt wird, gilt als massgebender Lohn nach AHVG Art. 5 und ist vollumfänglich AHV/IV/EO-pflichtig. Der CHF-Wert wird am Zahlungstag anhand des Marktkurses ermittelt. Der kombinierte AHV/IV/EO-Satz beträgt 10,6 % (8,7 % AHV + 1,4 % IV + 0,5 % EO) und wird hälftig zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt (je 5,3 %) gemäss AHV Merkblatt 2.01.
Welche AHV-Sätze gelten 2026 für Selbstständige?+
Selbstständigerwerbende zahlen AHV/IV/EO-Beiträge nach einer degressiven Skala gemäss AHV-Merkblatt 2.02. Ab einem Nettoerwerbseinkommen von CHF 60 500 gilt der volle kombinierte Satz von 10,6 %. Der jährliche Mindestbeitrag beträgt CHF 530 und gilt für Selbstständigerwerbende unabhängig vom Einkommen. Zwischen CHF 9 800 und CHF 60 500 Nettoeinkommen gelten reduzierte Sätze nach der degressiven Skala.
Muss ein gewerbsmässiger Bitcoin-Miner AHV bezahlen?+
Wenn das Mining als selbstständige Erwerbstätigkeit klassifiziert wird, ja. Der Nettogewinn aus dem Mining unterliegt dann AHV/IV/EO-Beiträgen nach der Selbstständigen-Skala (AHV-Merkblatt 2.02), mit einem Mindestbeitrag von CHF 530 jährlich. Die Klassifizierung hängt von Faktoren wie Regelmässigkeit, eingesetzter Infrastruktur und Gewinnerzielungsabsicht ab. Bei Unsicherheit ist die kantonale Ausgleichskasse zu kontaktieren.
Sind Staking-Belohnungen AHV-pflichtig in der Schweiz?+
Die AHV-rechtliche Klassifizierung von Staking-Belohnungen ist für 2026 nicht abschliessend durch ein öffentlich zugängliches Merkblatt oder Kreisschreiben geregelt. Falls Staking als selbstständige Erwerbstätigkeit qualifiziert, fallen AHV/IV/EO-Beiträge an. Vor der Deklaration ist eine Auskunft bei der kantonalen Ausgleichskasse einzuholen.
Wie läuft die AHV-Abrechnung für Selbstständige zeitlich ab?+
Selbstständigerwerbende zahlen unterjährig provisorische Akontozahlungen, basierend auf dem Vorjahreseinkommen, und erhalten nach der definitiven Steuerveranlagung eine Schlussabrechnung. Die Rechtsgrundlage ist AHVG Art. 14 für die Beitragsperiode und Art. 23 ff. für das Beitragsverfahren der Selbstständigen.
Gibt es einen Unterschied zwischen privatem Gelegenheits-Mining und gewerbsmässigem Mining?+
Ja. Gelegentliches privates Mining ohne Gewinnerzielungsabsicht und ohne nennenswerte Infrastruktur fällt nach Auffassung der ESTV und AHV-Behörden tendenziell nicht unter die selbstständige Erwerbstätigkeit. Die Grenze ist nicht scharf definiert. Das AHV-Merkblatt 2.02 zur Selbstständigkeit gibt allgemeine Kriterien, enthält aber keinen Bitcoin-spezifischen Schwellenwert. Im Zweifel bei der kantonalen Ausgleichskasse anfragen.
Was ist der Unterschied zwischen AHV-Beitrag Arbeitnehmer und Selbstständiger?+
Arbeitnehmer zahlen je hälftig mit dem Arbeitgeber: 5,3 % AHV/IV/EO-Arbeitnehmerbeitrag (Hälfte von 10,6 %), der Arbeitgeber schuldet denselben Anteil. Die separate Arbeitslosenversicherung (ALV) kommt mit weiteren 1,1 % je Seite hinzu. Selbstständige tragen den vollen AHV/IV/EO-Satz von 10,6 % allein. Die Rechtsgrundlage für den Arbeitnehmerbeitrag ist AHVG Art. 13, für den Arbeitgeberbeitrag AHVG Art. 12.
Muss mein Schweizer Arbeitgeber AHV abrechnen, wenn er mich in Bitcoin entlöhnt?+
Ja. Der Arbeitgeber nach AHVG Art. 12 ist verpflichtet, auf dem massgebenden Lohn AHV/IV/EO-Beiträge abzurechnen, unabhängig davon, ob der Lohn in CHF oder Bitcoin ausgezahlt wird. Der CHF-Gegenwert am Zahlungstag ist die Berechnungsgrundlage.
Wo reiche ich als Selbstständiger AHV-Beiträge ein?+
Selbstständigerwerbende melden sich bei der kantonalen Ausgleichskasse des Kantons an, in dem sie ihren Geschäftssitz oder Wohnsitz haben. Informationen und Merkblätter sind unter ahv-iv.ch verfügbar.
Kann ich AHV-Beiträge als Selbstständiger von der Einkommenssteuer abziehen?+
Ja. AHV/IV/EO-Beiträge der Selbstständigen sind als Geschäftskosten vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Die genaue steuerliche Behandlung ist kantonal und auf Bundesebene im DBG geregelt. Für Details zur Einkommenssteuer auf Bitcoin-Einkommen, siehe den Beitrag zu den Bitcoin Steuern Schweiz.
Gilt die MwSt-Befreiung für Bitcoin-Zahlungen auch für AHV?+
Nein, das sind getrennte Rechtsgebiete. Die MwSt-Einordnung von Bitcoin als Zahlungsmittel (ESTV MWST-Praxis-Info 04) hat keinen Einfluss auf die AHV-Beitragspflicht. AHV richtet sich nach dem massgebenden Lohn oder Erwerbseinkommen, nicht nach der Zahlungsmodalität.
Was passiert wenn ich mein Bitcoin-Erwerbseinkommen nicht der AHV melde?+
Nicht gemeldetes Erwerbseinkommen kann zu Nachforderungen, Verzugszinsen und in schwerwiegenden Fällen zu Bussgeldern führen. Die Ausgleichskassen können rückwirkend bis zu fünf Jahre Beiträge nachfordern. Wer unsicher ist, sollte proaktiv Kontakt mit der kantonalen Ausgleichskasse aufnehmen, bevor eine Prüfung stattfindet.
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  • Staking-Belohnungen Klassifizierung
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  • AHV-Timing für Selbstständige
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Mohamed Habbat

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Schrieb dieses Buch über fünf Jahre Bitcoin-Recherche — weil er die Antworten selbst brauchte.

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